Bildung als Exponent individueller und regionaler Entwicklung – Evidenzbasierte Bedarfserschließung und vernetzte Kompetenzentwicklung (E-hoch-B)

Stand: November 2020

Verbundprojekt in der 2. Wettbewerbsrunde (2014-2020)

  • Hochschule Kaiserslautern (Koordination)
  • Technische Universität Kaiserslautern
  • Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen

Portrait

Das übergeordnete Ziel des Verbundprojekts ist die nachhaltige Verankerung des lebenslangen Lernens in den Hochschulen. Dafür werden wirtschaftliche Anforderungen an die wissenschaftliche (Weiter-)Bildung eruiert, passgenaue zielgruppenorientierte Studienangebote konzipiert und entwickelt. Durch die damit verbundene Sicherung bestehender aber auch zukünftiger Fachkräfte soll ein Beitrag zur Stärkung der Region Westpfalz geleistet werden, die durch demografische und ökonomische Herausforderungen stark geprägt ist. Die Erhöhung der Bildungspartizipation und Chancengleichheit steht dabei im unmittelbaren Fokus.

Die Angebotsentwicklung verfolgt einen datenbasierten und bedarfsorientierten Ansatz. Dabei werden die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen an ein weiterbildendes Studienangebot durch systematische empirische Analysen definiert. Die Teilprojektteams haben dazu im Verlauf der beiden Förderphasen (August 2014 - Juli 2020) die notwendigen Metadaten anhand diverser Bevölkerungs-, Branchen- sowie Unternehmensbefragungen erhoben. Dadurch können kontinuierlich regionale Bedarfe, Bildungschancen und Entwicklungstrends erörtert werden. Basierend auf diesen Bedarfserschließungen sollen Angebote so konzipiert sein, dass neue Zielgruppen erreicht werden, welche keine direkte Hochschulzugangsberechtigung aufweisen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Entwicklung berufsbegleitender Formate. Da nicht-traditionell Studierende divergierende Bedürfnisse und Anforderungen an die Weiterbildung stellen, soll durch die Flexibilisierung und Individualisierung der Curricula insbesondere die Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Privatleben sichergestellt und neue Formen des Lernens und des Transfers theoretischer Inhalte in die berufliche Praxis ermöglicht werden. Ein weiteres Vorhaben des Verbundprojekts ist es, die Transparenz über die neuen Zugangswege, das Angebotsportfolio der jeweiligen Hochschule sowie die Möglichkeit zur Anerkennung und Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen voranzutreiben. Dabei wurden erste Ansätze eines aufsuchenden Charakters der Bildungsberatung aufgegriffen, um den Zugang zur wissenschaftlichen Weiterbildung für neue Zielgruppen aus der Region zu erleichtern.

Insgesamt wurden im Rahmen der Förderphasen des Verbundprojekts 14 wissenschaftliche Weiterbildungsangebote sowie ein Studienmodell, welches Ausbildung und Studium verzahnt, konzipiert und entwickelt. Um die Qualität der implementierten Angebote nachhaltig zu sichern, werden Evaluationen durchgeführt. Diese dienen einem Abgleich der anvisierten mit der tatsächlichen Zielgruppe und sollen aufzeigen, ob den diversen Bedarfen adäquat begegnet wurde, welche Modifizierungen notwendig sind und inwiefern Potenziale für die Entwicklung zukünftiger Weiterbildungsangebote vorliegen.

Zielgruppen

  • Beruflich Qualifizierte
  • Fach- und Führungskräfte
  • Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen
  • Berufsrückkehrerinnen und -rückkehrer
  • Personen mit Migrationshintergrund

Ergebnisse

Studienangebote

  • Mechatronik (Berufsbegleitender Bachelorstudiengang) (Hochschule Kaiserslautern)
  • Industriepharmazie (Berufsbegleitender Bachelorstudiengang) (Hochschule Kaiserslautern)
  • Orthopädieschuhtechnik (Berufsbegleitender Bachelorstudiengang) (Hochschule Kaiserslautern)
  • Lehre plus Hochschule (LehreplusHS) (Modellprojekt mit der Handwerkskammer der Pfalz) (Hochschule Kaiserslautern)
  • Medienpädagogik (Modul) (Technische Universität Kaiserslautern)
  • Entrepreneurship/Innovationsmanagement (Zertifikatsstudiengang) (Technische Universität Kaiserslautern) (in Bearbeitung)
  • Management digitaler Bildungsprozesse (Zertifikatsstudiengang) (Technische Universität Kaiserslautern) (in Bearbeitung)
  • Wissenschaftliches Weiterbildungszertifikat „Beraten, Informieren und Schulen in der Pflege“
  • Wissenschaftliches Weiterbildungszertifikat „Versorgungsstrategien und psychosoziale Unterstützung für ein Leben mit Demenz zu Hause“
  • Wissenschaftliches Weiterbildungszertifikat „Ethik und Recht in der gemeindenahen Gesundheitsversorgung“
  • Wissenschaftliches Weiterbildungszertifikat „Interprofessionelle Kommunikation in der gemeindenahen Gesundheitsversorgung“

Tools

  • Regionalmonitor Hochschulbildung (Technische Universität Kaiserslautern)
  • Info-Management-System (Hochschule Kaiserslautern)

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Jun.-Prof. Dr. Matthias Rohs
Technische Universität Kaiserslautern
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Prof. Dr. Hans-Ulrich Dallmann
Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen
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Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmidt
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