Lebenslanges Lernen an künstlerischen Hochschulen: Entwicklung weiterbildender Studienprogramme mit einem Fokus auf musikalisch-ästhetischer Bildung (LLLmuBi)

Stand: November 2020

Einzelprojekt in der 2. Wettbewerbsrunde (2014-2020)

  • Hochschule für Künste Bremen

Portrait

Der Bedarf an geschulten Fachkräften in der musikalischen Bildung ist in Deutschland aktuell so hoch wie selten zuvor. Dieser bildungs- und kulturpolitischen Herausforderung müssen sich Musikhochschulen künftig verstärkt stellen und – ergänzend zu den bestehenden grundständigen Hochschulstudiengängen – zusätzliche Studien- und Weiterbildungsprogramme für pädagogisch qualifizierte Menschen mit einer hohen Affinität zur Musik entwickeln und anbieten.

Vor diesem Hintergrund ist an der Hochschule für Künste Bremen im Rahmen der zweiten Wettbewerbsrunde der weiterbildende Masterstudiengang „Musikalisch-kulturelle Bildung 0–10“ entwickelt und in zwei Durchläufen mit unterschiedlichen Schwerpunkten erprobt worden. Als bundesweit erste künstlerische Hochschule kann die HfK Bremen damit ein weiterbildendes Studienangebot für die musikalische Arbeit mit Kindern in der Altersspanne von 0–10 Jahren vorhalten und damit eine sehr breite und multiprofessionelle Zielgruppe adressieren.

Angesprochen sind Menschen aus Musikberufen mit künstlerischen und künstlerisch-pädagogischen Studienabschlüssen, pädagogische Fachkräfte und Lehrpersonen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und in Grundschule sowie Menschen aus sozialen und therapeutischen Berufsfeldern mit einer hohen Affinität zur Musik. Das Studium ist, um den sehr unterschiedlichen Weiterbildungsbedarfen zu entsprechen, baukastenartig angelegt: Nach erfolgreicher Akkreditierung wird das Programm sowohl als weiterbildender Master mit 60 ECTS als auch als Zertifikatsstudium mit einzeln belegbaren Modulen studierbar sein. Die Module können zum Masterabschluss akkumuliert werden.

Das Angebot entspricht passgenau aktuellen bildungspolitischen Entwicklungen, die zunehmend auf die Verzahnung der bislang separat betrachteten Lernorte Krippe, Kita und Schule und ein darauf basierendes gemeinsames Bildungsverständnis zielen. Durch das gemeinsame Studieren der verschiedenen Berufsgruppen soll künftig eine stabile Gestaltung der Übergänge zwischen den frühen, schulischen und weiterführenden ästhetischen Bildungsbereichen gesichert werden. Neben der Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen wird mit dem Weiterbildungsangebot zudem das transdisziplinäre Arbeiten zwischen den verschiedenen Kunstsparten (Musik, Visuelle Künste und Darstellendes Spiel) fokussiert.

Die Studierenden eignen sich im Verlauf des Studiums das Repertoire für ein methodisch vielfältiges Musizieren mit Kindergruppen an. Neben dem Ausbau allgemein musikpädagogischer Kompetenzen entwickeln und entfalten sie ihre instrumentalen und stimmlichen Fähigkeiten sowie ihr Potential, Bewegung und andere Ausdrucksformen in musikalisch-kulturelle Angebote zu integrieren. Im gesamten Lernprozess bietet das eigene Berufsfeld die Gelegenheit, das Gelernte unmittelbar anzuwenden und den Lernprozess kontinuierlich zu reflektieren.
Weitere Informationen sind auf der Homepage www.imbik.hfk-bremen.de zu finden.

Zielgruppen

  • beruflich Qualifizierte aus pädagogischen, künstlerischen, sozialen und therapeutischen Berufen
  • Personen mit familiären und/oder beruflichen Verpflichtungen, die raumzeitlich flexibel studieren möchten
  • Personen mit und ohne akademische Vorbildung

Ergebnisse

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Prof. Dr. Barbara Stiller
Institut für musikalische Bildung in der Kindheit
Fachbereich Musik
Dechanatstraße 13 - 15
28195 Bremen
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